TAFF im Allgäu

Nein, es geht nicht um regionalen Lifestyle, sondern um ein sehr besonderes Flüchtlingsprojekt der Diakonie. Hätten Sie´s gewusst?

Das TAFF-Projekt

Es geht nicht nur um „Sattsein und ein Dach über dem Kopf“ für die Flüchtlinge: Die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu haben gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten, der Diakonie Kempten  Allgäu und dem Caritasverband Kempten-Oberallgäu schon früh erkannt, dass diese Hilfe allein nicht ausreicht, denn immerhin sind etwa 33 Prozent von ihnen traumatisiert, knapp 22 Prozent leiden an Depressionen. Wie also kann man diesen betroffenen Asylsuchenden und Flüchtlingen möglichst schnell therapeutische Hilfe zukommen lassen? Die Antwort heißt „TAFF“ – therapeutische Angebote für Flüchtlinge. Unterstützt durch die Stiftung "Welten verbinden“ wurde eine Koordinationsstelle geschaffen. Träger ist in der Region die Diakonie.

Zu den Aufgaben der Kontaktstelle gehört es, Ansprechpartner für die Asylsozialberater auf der Suche nach Psychotherapeuten/ Psychiatern für Behandlung und Gutachten zu sein, der Aufbau eines Netzwerkes von Psychotherapeuten, Psychiatern, Dolmetschern, Asylsozialberatern, Ehrenamtlichen und Behördenvertretern, „Uns ist wichtig, dass dabei auch bestehende Netzwerke genutzt werden“, so die Diakonie-Geschäftsführerin Indra Baier-Müller.

Außerdem geht es um die Vermittlung von tagesstrukturierenden Maßnahmen für psychisch instabile, therapiebedürftige Asylsuchende und Flüchtlinge sowie die Verbindung mit bestehenden Angeboten. Und natürlich ist die Begleitung der in Therapie befindlichen Asylsuchenden und Flüchtlingen ebenso Teil der Arbeit. Wie gesagt: in vielen Fällen ist es mit „Sattsein und ein Dach über dem Kopf“ nicht getan….

Mehr Informationen zu TAFF, Kontaktadressen und auch einen Flyer zum Downloaden finden Sie auf der Webseite der Stiftung Welten verbinden.

 

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Wortweiser: TAFF
Das Projekt Therapeutische Angebote für Flüchtlinge (TAFF)
des Diakonischen Werkes Bayern und der Stiftung Welten verbinden will die psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden, die nach Bayern kommen, verbessern. Die Schirmherrschaft hat Deborah Bedford-Strohm, die Frau von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm der Evang.- Luth. Kirche in Bayern. Deborah Bedford-Strohm ist selbst Psychotherapeutin. Taff soll es zunächst in zwei Modellregionen geben – in Oberfranken und im Allgäu.